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Andante beim Europäischen Laienforum Drucken E-mail
Tuesday, 12 August 2008

Mit Marie-Louise van Wijk-van de Ven, Lasma Latsone und Andrea Kett haben drei Mitglieder des andante-Koordinationskomitees am diesjährigen Treffen des Europäischen Forums der Nationalen Laienkomitees (ELF) vom 1. bis 7. Juli 2008 in Bratislava teilgenommen. Während Lasma Latsone (Lettland) und Andrea Kett (Deutschland) Laienorganisationen ihrer jeweiligen Länder vertraten, war Marie-Louise van Wijk-van de Ven in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende von andante als Gast eingeladen. Sie hatte die Gelegenheit, die Anliegen und die bisherige Arbeit von andante im Rahmen eines Grußwortes vorzustellen und neben anderen europäischen Organisationen aus dem kirchlichen Kontext wie UCESM, CCEE und FAFCE zu platzieren. Aus der Präsentation ergaben sich interessante Gespräche und Kontakte u. a. zu VertreterInnen aus Ländern, in denen andante bisher keine Mitgliedsorganisationen hat.

Die Studienversammlung des Europäischen Forums der Nationalen Laienkomitees stand unter dem Thema „Religion und Vielfalt in Europa“. Einzelne Vorträge und persönliche Zeugnisse bestätigten die Erkenntnis der andante-Studienkonferenz von Vught (Niederlande) und der Studientage von Sion (Schweiz), dass es unerlässlich ist, Differenzen wahrzunehmen und anzuerkennen, bevor gemeinsames Handeln angestrebt werden kann.
Christina Sasaki Wallimann, ehemalige Generalsekretärin der schweizerischen Justitia et Pax-Kommission definierte in ihrem interessanten und humorvoll präsentierten Referat eine wichtige Grundregel für den Umgang mit kulturellen Unterschieden („Don’t talk about diversitiy outside of a context“). Sie stellte die Methoden des „bonding“ und „bridging“ als menschliches Kapital für die soziale Kontaktaufnahme vor, für deren Erfolg jedoch Faktoren wie Geld, Politik, Zugehörigkeit zu Rasse und Geschlecht ausschlaggebend sind. Statt der „Einheit in Verschiedenheit“ („unity in diversity“) benannte sie als Ziel unserer Bemühungen die „Einschliesslichkeit“ („inclusivity“).
Jan Figel, Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend bei der Europäischen Kommission in Brüssel, gewährte Einblicke in die Schwierigkeiten und Erfolge der Arbeit der Europäischen Kommission im „Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs“. Er ermutigte die Verantwortlichen in den christlichen Kirchen, sich auf der Basis der Gleichheit aller Menschen in Bezug auf ihre Menschenwürde mit ihrem spirituellen Reichtum und mit den von ihnen vertretenen Grundwerten Nächstenliebe, Respekt und Solidarität weiterhin am Aufbau einer neuen Kultur des Dialogs zu beteiligen.
Zum spirituellen und kulturellen Rahmenprogramm gehörte die Teilnahme an einer Eucharistiefeier mit den Mitgliedern der slowakischen Bischofskonferenz und Kardinal Martino, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates Justitia et Pax im Martinsdom sowie eine Exkursion nach Nitra, der ältesten Diözese der Slowakei.

Das Treffen des Europäischen Forums der Nationalen Laienkomitees findet alle zwei Jahre statt, 2010 voraussichtlich in Warschau, Polen. Weitere Informationen zum ELF unter www.europ-forum.org oder direkt über das Sekretariat: (AK)

 
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