|
Dieses Jahr feiert unsere ‘schöne Dame’, das heisst die Action catholique des femmes, ihre 110 Jahre. Während dieser Zeitspanne hat die Bewegung nie gealtert, war immer an der Spitze des Fortschritts, folgte Schritt für Schritt all den Frauen bei dem, was ihr Leben ausmachte. Sie motivierte viele von ihnen, sich mit Lust zu engagieren, zu handeln, sich in verschiedenen Vereinen, seien es gesellschaftliche oder konfessionelle, einzusetzen, damit die Rechte der Frauen verteidigt und anerkannt werden. Was kann symbolischer sein als der diesjährige Friedensnobelpreis, der drei Frauen verliehen wurde? Eine gute Art vor allem jene zu ehren, die in Ländern im Kriegszustand leben. Dank ihres Mutes, ihrer Ausdauer, aber auch ihrer Verbands- und Vernetzungsarbeit wird eine bessere Zukunft möglich sein. Bis heute haben nur 12 Frauen diese Auszeichnung erhalten. Das ist sehr wenig, wenn man weiss, was die Frauen alles tun, damit es Frieden gibt. Frauen fahren fort, jede auf ihre Art, ihre Wünsche und Erwartungen zu äussern. Dadurch motivieren sie andere Frauen, die auf eine bessere Zukunft hoffen. Sie rufen die Kirche auf, mit Wohlwollen die Augen weit zu öffnen, Unterstützung und Verständnis den schwächsten und verletzlichsten Frauen in unserer Welt entgegen zu bringen. Nicht alle haben ein Vermögen, das sie verschenken können, aber gibt es ein besseres Geschenk an unsern Töchter, Schwiegertöchter, Enkelinnen, Nichten, an allen Frauen die wir kennen, alles das weiterzugebe, was wir empfangen haben und immer noch erhalten dank der Action catholique des femmes? So ermöglichen neue Generationen unserer ‘schönen Dame’, weitere 110 Jahre und darüber hinaus zu leben. Während dieser 110 Jahre des Bestehens hat die Action catholique des femmes zur Gründung vieler Organisationen beigetragen. Vor allem zu Elles aussi, einem Verein, der sich für die gleiche Vertretung in den gewählten Gremien einsetzt und der die Frauen motiviert, sich immer mehr im öffentlichen Leben zu engagieren. Und natürlich Andante, eine unter vielen Gründungen, die für unsern Verband besonders wertvoll ist. Ich war noch nicht in der Verbandsleitung bei der ‘Geburt’ im Mai 2006. Kurz nachdem ich in den Vorstand gewählt wurde, hatte ich aber das Glück an einem europäischen Treffen teilzunehmen und ein frankophones Atelier zu leiten. Welchen Reichtum, welch herzliche, tiefe Beziehungen habe ich da entdeckt! Gewiss meine sprachlichen Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig, aber das Lächeln ist da und international. Ich bin sehr glücklich, dass Sophie Pujalte, diese junge Frau, Mitglied der Action catholique des femmes, im CoCoA präsent ist; so kann diese einmalige gemeinsame Aktion für die Frauen Europas und darüber hinaus, fortgesetzt werden.
|